{"id":144,"date":"2025-02-27T12:50:10","date_gmt":"2025-02-27T12:50:10","guid":{"rendered":"https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/?p=144"},"modified":"2025-02-28T07:25:49","modified_gmt":"2025-02-28T07:25:49","slug":"sie-sammelt-bakterien-die-schadstoffe-zersetzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/2025\/02\/27\/sie-sammelt-bakterien-die-schadstoffe-zersetzen\/","title":{"rendered":"Sie sammelt Bakterien, die Schadstoffe zersetzen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"is-style-text-subtitle is-style-text-subtitle--1\">Das Z\u00fcrcher Startup CellX Biosolution von Estelle Clerc hat grossen Erfolg, doch es steckt noch grosse Arbeit drin<\/p>\n\n\n\n<p>Das Z\u00fcrcher Startup CellX entwickelt spezialisierte Bakterien, die umweltsch\u00e4dliche Chemikalien wie beispielsweise&nbsp;Pestizide und Mikroplastik abbauen. Besonders in der Chemie- und Pharmaindustrie sollen sie helfen, Abf\u00e4lle zu neutralisieren und so die kostspielige sowie umweltsch\u00e4dliche Verbrennung zu ersetzen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6940-1-768x1024.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-195\" style=\"width:340px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6940-1-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6940-1-225x300.jpeg 225w, https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6940-1-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6940-1-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6940-1-scaled.jpeg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Estelle Clerc, CEO von CellX Biosolutions.<br>Foto: Alan Skenderi<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>Gegr\u00fcndet wurde CellX von der ehemaligen ETH-Doktorandin Estelle Clerc. Estelle Clerc kommt urspr\u00fcnglich aus der N\u00e4he von Lausanne. W\u00e4hrend ihrer Forschung entdeckte sie, dass bestimmte Bakterien nicht nur nat\u00fcrliche Stoffe, sondern auch Schadstoffe abbauen k\u00f6nnen. Mit Unterst\u00fctzung von F\u00f6rderprogrammen wie Innosuisse und dem Z\u00fcrcher Klimafonds entwickelte sie ihre Idee weiter.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Das Besondere an CellX ist die exklusive Methode, mit der gezielt Bakterien aus der Natur isoliert werden. So k\u00f6nnen sie pr\u00e4zise Mikroorganismen identifizieren, die eine bestimmte Abbau-Funktion besitzen. Dar\u00fcber hinaus kombiniert CellX diese Bakterien gezielt zu effizienten Gruppen, die zusammenarbeiten und Schadstoffe schneller und effektiver abbauen als bisherige L\u00f6sungen. Diese Kombination aus pr\u00e4ziser Selektion und optimierter Kooperation der Bakterien macht CellX einzigartig.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Team von CellX besteht aus sechs Personen. Estelle Clerc ist CEO, w\u00e4hrend Geoffrey Besnier, ihr ehemaliger Coach von der ETH Z\u00fcrich, die Rolle des COO \u00fcbernommen hat. Das Team besteht aus Personen mit verschiedenen Spezialgebieten, darunter Mikrobiologie, Chemie, Umweltingenieurwesen und Gesch\u00e4ftsentwicklung. Der Hauptsitz des Startups befindet sich auf dem Campus der ETH H\u00f6nggerberg.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Estelle Clerc, wenn Ihr Startup eine geheime Zutat h\u00e4tte, die es erfolgreich macht, welche w\u00e4re das und warum?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nun, ich bin mir nicht sicher, ob ich sie schon gefunden habe. Aber ich denke, man muss eine Idee haben, f\u00fcr die es einen Bedarf auf dem Markt gibt. Also etwas, das die Leute brauchen.  Das, was wir hier machen, ist&nbsp; eine echte Innovation im Bereich der Biotechnologie. Ich denke, das ist der Schl\u00fcssel zu unserem erfolgreichen Startup.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was unterscheidet Sie von anderen Firmen, die auch versuchen, Bakterien zu verwenden, um Chemikalien aufzul\u00f6sen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unser Hauptvorteil ist, dass wir in der Lage sind, die Nadel im Heuhaufen zu finden mit Hilfe unserer \u201eAngelrute\u201c. Wir sind also wirklich in der Lage, in dieser riesigen Mischung von Bakterien, die es in der Umwelt gibt, genau die zu finden, die wir f\u00fcr eine bestimmte Aufgabe brauchen. Der zweite Teil ist, dass die Menschen bei der so genannten Bioremediation oft ein einzelnes, einzigartiges Bakterium f\u00fcr eine bestimmte Aufgabe einsetzen wollen. Aber oft ist ihre F\u00e4higkeit, etwas zu tun, sehr begrenzt. Wir kombinieren also mehrere von ihnen miteinander und schaffen so eine Art Bakteriencocktail, der gemeinsam eine bestimmte komplexe Chemikalie abbaut. Das ist sehr viel effizienter und stabiler, wenn man es in eine bestimmte Umgebung bringt. Das kann in der Industrie oder in der Natur sein.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wer nutzt Ihr Startup?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Kunden sind Chemieproduzenten. Nehmen wir ein Beispiel:  Agrochemische Unternehmen, die Pestizide herstellen. Bei der Herstellung dieser Art von Chemikalien f\u00e4llt in der Produktionslinie eine Menge chemischer Abfall an. Und um diese Abf\u00e4lle loszuwerden, werden sie derzeit meist verbrannt. Das ist sehr teuer. Es erzeugt zudem auch CO\u2082, und davon wollen diese Unternehmen wegkommen. Unser Produkt soll auch verhindern, dass verd\u00fcnnte Chemikalien in die Kl\u00e4ranlagen gelangen und sp\u00e4ter in die Umwelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche andere Kunden haben Sie?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Pharmaproduzenten, Kunststoffproduzenten, \u00d6lproduzenten und viele mehr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was hat Sie dazu inspiriert, Ihr Unternehmen zu gr\u00fcnden?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe immer versucht, den Leuten etwas zu verkaufen, aber ich war auch sehr neugierig. Deshalb wollte ich zuerst Wissenschaftlerin werden. W\u00e4hrend meiner Doktorarbeit, die ich an der ETH &nbsp;im Bereich Umwelttechnik gemacht habe, entdeckte ich die Microfluidics-Technologie.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6935-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-243\" style=\"width:602px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6935-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6935-300x225.jpeg 300w, https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6935-768x576.jpeg 768w, https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6935-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6935-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gez\u00fcchtete Bakterien<br>Foto: Alan Skenderi<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was ist das f\u00fcr eine Technologie?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit dieser Technologie konnte ich Bakterien im Meer studieren und&nbsp; herausfinden, welche Nahrung sie gerne essen, n\u00e4mlich nat\u00fcrliche Dinge wie Zucker.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zucker?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja, im Ozean gibt es eine Menge Zucker. Pflanzen, Algen und Mikroorganismen produzieren w\u00e4hrend der Photosynthese Zucker und setzen ihn in die Umwelt frei. Aber ich erkannte sehr schnell, dass das Ger\u00e4t, das ich benutzte, auch dazu verwendet werden konnte, Bakterien einzufangen, die sich von Schadstoffen von Industrieprodukten ern\u00e4hren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie ging es dann weiter?<\/strong><br>Im ersten Jahr meiner Promotion, die f\u00fcnf Jahre dauerte, hatte ich ein wenig Zeit, mich mit der Gesch\u00e4ftsidee zu besch\u00e4ftigen und Kurse zu besuchen, um zu sehen, ob meine Idee realisierbar w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Haben Sie ihr Angelger\u00e4t erfunden, um die Bakterien selbst aufzusammeln?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ja. Sie wurde w\u00e4hrend meiner Promotion zusammen mit dem Labor und mit dem Ingenieur hier in meinem Team entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welchen Herausforderungen sahen Sie sich zu Beginn der Unternehmensgr\u00fcndung gegen\u00fcber?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ganz am Anfang war mein gr\u00f6sstes Problem, dass ich Wissenschaftlerin war und zuerst lernen musste, wie man ein Unternehmen gr\u00fcndet. Ich wusste also nicht, wo ich anfangen sollte. Dann war eine zweite Herausforderung, alles allein zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche konkreten Unterst\u00fctzungsangebote der Stadt Z\u00fcrich haben Ihnen bei der Gr\u00fcndung geholfen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Am Anfang, als ich gerade eine Idee hatte, hat die Stadt Z\u00fcrich nicht sofort geholfen. Ich habe die Hilfe auch nicht gesucht.&nbsp; Nun haben wir aber diese erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Welche?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Stadt Z\u00fcrich hat ein Programm entwickelt, das KlimUp heisst. Es ist ein Programm, mit dem sie Start-ups finanzieren. Sie geben bis zu 250.000 Franken, f\u00fcr Start-ups, die CO2-Emissionen verhindern. Im Dezember haben wir den Zuschlag bekommen. Aber man muss gleichzeitig Geld von diesen professionellen Investoren auftreiben. Wenn man also 250\u2019000 CHF von den Investoren erhalten hat, bekommt man 250\u2019000 CHF von KlimUp umsonst. Es ist also wie ein Zuschuss. Es gibt noch ein Programm mit Workshops, in denen man den Aufbau eines Gesch\u00e4ftsmodells lernt. Dort lernt man, wie man ein Gesch\u00e4ftsmodell aufbaut, wie man mit Kunden spricht, wie man ein Netzwerk aufbaut. Das ist also ein bisschen die Unterst\u00fctzung, die die Stadt Z\u00fcrich f\u00fcr uns getan hat, zus\u00e4tzlich zum Umfeld.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und welche Rolle spielen die Inkubatoren- und F\u00f6rderprogramme bei ihrer &nbsp;Gesch\u00e4ftsentwicklung? Geben sie ihnen auch neue Informationen oder arbeiten sie &nbsp;mit anderen Startups zusammen oder \u00e4hnliches?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man neu in diesem Startup Business ist, ist die Zusammenarbeit mit anderen Startups manchmal ein bisschen kompliziert, weil man selber nicht sehr stabil ist. So ist die Zusammenarbeit mit einem weniger stabilen Startup oft schwierig. Wir haben Verbindungen zu anderen Start-ups, aber bei aktuellen Projekten nicht so sehr. Aber bei anderen, was F\u00f6rderprogramme und so weiter angeht, hat es mir viel gebracht. Ich denke also, dass es wirklich immer sehr positiv ist, ein Auge auf diese Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten zu werfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wenn ein Startup nicht das Ziel hat, die CO\u2082-Produktion zu stoppen, wird es auch vom der Stadt unterst\u00fctzt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Unterst\u00fctzung durch die Stadt Z\u00fcrich ist sehr gezielt auf Startups ausgerichtet, die im Bereich der Nachhaltigkeit t\u00e4tig sind. Das bedeutet, sie bek\u00e4mpfen den Klimawandel, die Umweltverschmutzung oder reduzieren den \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck von Fleisch. All diese Initiativen sind im Grunde genommen mit Nachhaltigkeit verbunden. Was den Rest betrifft, bin ich mir nicht sicher.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie steht es um die Zusammenarbeit mit der ETH, wo Sie Ihre Labors haben? &nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind derzeit als Forscher an der ETH angestellt und d\u00fcrfen daher kostenlos hier bleiben. Sobald jedoch einer von uns, wie zum Beispiel Geoffrey, mein Mitgr\u00fcnder, von CellX bezahlt wird, m\u00fcssen wir eine Geb\u00fchr an die ETH zahlen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6936-1024x768.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-253\" style=\"width:607px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6936-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6936-300x225.jpeg 300w, https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6936-768x576.jpeg 768w, https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6936-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/rgmedienwoche.ch\/2025\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/IMG_6936-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Im Labor von CellX Biosolutions.<br>Foto: Alan Skenderi<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Und wie wichtig war die Z\u00fcrcher Infrastruktur, wie zum Beispiel der Zugang zu Universit\u00e4ten und Forschungszentren, f\u00fcr den Erfolg Ihres Startups?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wesentlich, denn ohne die M\u00f6glichkeit, an der ETH mein PhD zu erarbeiten, g\u00e4be es nichts. Ich denke, dass alle Startups im wissenschaftlichen Bereich, im Ingenieurwesen und in Z\u00fcrich von den h\u00f6heren Institutionen ire Anfang nehmen<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie finanzierten Sie Ihr Startup?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In der Schweiz gibt es sehr viel Geld f\u00fcr Innovationen. Es gibt diese Schweizer Innovationsagentur, sie heisst InnoSuisse. Man kann sich bewerben, wenn man eine Idee hat, die wissenschaftlich fundiert ist, und Potenzial f\u00fcr die Wirtschaft hat. So hat es also angefangen. Im Grunde habe ich mehrere Stipendien erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mehrere?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Genau. Wir bekamen eine Menge Geld. Wir waren sehr erfolgreich. Damit finanzierten wir den Anfang des Startups.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Und danach?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dann mussten wir &nbsp;von Investoren Geld auftreiben. Und das haben wir gerade gemacht, damit wir jetzt genug Geld f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Jahre haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was sind Ihre langfristigen Ziele f\u00fcr Ihr Startup?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Langfristig wollen wir unsere Bakterien nutzen, um die Umweltverschmutzung zu beseitigen, im Boden, im Z\u00fcrich See oder \u00fcberall dort, wo es Verschmutzung gibt, und leider ist die Verschmutzung \u00fcberall. Es gibt also eine Menge Arbeit.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wie sehen Sie die Zukunft des Startup-\u00d6kosystems?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, dass sich diese Entwicklung immer weiter fortsetzen wird. Die Schweiz ist bereits ein Zentrum f\u00fcr Innovation. Lausanne ist stark in der Gr\u00fcndung von Start-ups, insbesondere im Bereich der Medizintechnik. Z\u00fcrich hingegen legt viel Wert auf Nachhaltigkeit. Besonders mit der neuen Finanzierung, die die Stadt Z\u00fcrich ins Leben gerufen hat, wird die Entwicklung neuer Start-ups stark gef\u00f6rdert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Z\u00fcrcher Startup CellX Biosolution von Estelle Clerc hat grossen Erfolg, doch es steckt noch grosse Arbeit drin Das Z\u00fcrcher Startup CellX entwickelt spezialisierte Bakterien, die umweltsch\u00e4dliche Chemikalien wie beispielsweise&nbsp;Pestizide und Mikroplastik abbauen. Besonders in der Chemie- und Pharmaindustrie sollen sie helfen, Abf\u00e4lle zu neutralisieren und so die kostspielige sowie umweltsch\u00e4dliche Verbrennung zu ersetzen. 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